Kostenvergleich 2026: Internet ohne Festnetz in Deutschland mit LTE, 5G und Satellit – Ein Ratgeber für Verbraucher
Internetanschlüsse ohne klassischen Festnetzanschluss gewinnen 2026 in Deutschland an Bedeutung. LTE, 5G und Satelliten bieten flexible Alternativen. Dieser Ratgeber erklärt die Kostenunterschiede, wesentliche Tarifmerkmale und gibt konkrete Tipps zur Tarifwahl.
In Deutschland stehen Verbrauchern mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um ohne traditionellen Festnetzanschluss ins Internet zu gelangen. Diese Lösungen sind besonders für Menschen interessant, die in Gebieten mit schlechter Festnetzinfrastruktur leben, häufig umziehen oder einfach eine flexible Alternative suchen. Die drei Haupttechnologien sind mobiles Internet über LTE und 5G sowie Satelliteninternet. Jede dieser Optionen hat spezifische Vor- und Nachteile hinsichtlich Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und Kosten.
Wie funktioniert Internet ohne Festnetz in Deutschland?
Internet ohne Festnetz nutzt drahtlose Übertragungstechnologien statt physischer Leitungen. Bei LTE und 5G wird die Datenübertragung über Mobilfunkmasten realisiert. Ein Router mit entsprechender SIM-Karte empfängt das Signal und stellt die Internetverbindung bereit. Die Geschwindigkeit hängt von der Netzabdeckung, der Entfernung zum nächsten Sendemast und der Netzauslastung ab. 5G bietet dabei deutlich höhere Bandbreiten als LTE und erreicht unter optimalen Bedingungen Geschwindigkeiten von mehreren hundert Megabit pro Sekunde.
Satelliteninternet funktioniert grundlegend anders: Eine Satellitenschüssel am Gebäude kommuniziert mit Satelliten im Orbit, die das Signal zur Bodenstation weiterleiten. Diese Technologie ist nahezu überall verfügbar, wo freie Sicht zum Himmel besteht. Moderne Satellitensysteme in niedrigen Umlaufbahnen haben die Latenzzeiten deutlich reduziert und bieten mittlerweile konkurrenzfähige Geschwindigkeiten. Die Installation erfordert allerdings spezielle Hardware und oft professionelle Montage.
Welche Kostenfaktoren bestimmen den Preis für Internet ohne Festnetz?
Die Gesamtkosten für Internet ohne Festnetz setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zunächst fallen monatliche Grundgebühren für den Tarif an, die je nach Anbieter, Datenvolumen und Geschwindigkeit variieren. Einmalige Anschlusskosten oder Bereitstellungsgebühren kommen häufig hinzu, ebenso wie mögliche Kosten für die Hardware. Bei LTE- und 5G-Tarifen ist oft ein Router erforderlich, der entweder gekauft oder gemietet werden kann.
Bei Satelliteninternet sind die Hardwarekosten typischerweise höher, da eine Satellitenschüssel und spezielles Empfangsequipment benötigt werden. Datenvolumenbegrenzungen stellen einen weiteren wichtigen Kostenfaktor dar. Viele mobile Tarife haben ein monatliches Datenlimit, nach dessen Überschreitung die Geschwindigkeit gedrosselt wird oder Zusatzkosten entstehen. Unbegrenzte Tarife sind verfügbar, kosten aber meist deutlich mehr. Die Vertragslaufzeit beeinflusst ebenfalls den Preis – längere Bindungen führen oft zu günstigeren Monatsraten.
Wie sehen aktuelle LTE- und 5G-Tarife ohne Festnetz aus?
Der deutsche Markt bietet eine breite Palette an LTE- und 5G-Tarifen für Internet ohne Festnetz. Die Preise variieren erheblich je nach Datenvolumen, Geschwindigkeit und Netzqualität. Einstiegstarife mit begrenztem Datenvolumen beginnen bei etwa 20 bis 30 Euro monatlich, während Premiumtarife mit unbegrenztem Datenvolumen und höchsten Geschwindigkeiten 60 bis 80 Euro oder mehr kosten können.
Die Verfügbarkeit von 5G ist in städtischen Gebieten deutlich besser als in ländlichen Regionen. Verbraucher sollten vor Vertragsabschluss die Netzabdeckung am gewünschten Standort prüfen. Viele Anbieter stellen Online-Tools zur Verfügung, mit denen die erwartbare Signalstärke und Geschwindigkeit ermittelt werden können. Die tatsächliche Leistung kann von den beworbenen Maximalwerten abweichen, besonders zu Stoßzeiten oder bei ungünstigen Empfangsbedingungen.
| Anbieter | Technologie | Datenvolumen | Geschwindigkeit | Monatliche Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Telekom | 5G | Unbegrenzt | Bis 300 Mbit/s | 70-80 Euro |
| Vodafone | 5G/LTE | 200 GB | Bis 500 Mbit/s | 50-60 Euro |
| O2 | 5G/LTE | Unbegrenzt | Bis 225 Mbit/s | 60-70 Euro |
| Congstar | LTE | 100 GB | Bis 50 Mbit/s | 30-40 Euro |
| 1&1 | 5G/LTE | 150 GB | Bis 100 Mbit/s | 40-50 Euro |
Hinweis: Die in diesem Artikel genannten Preise, Tarife und Kostenangaben basieren auf den aktuellsten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Es wird empfohlen, vor finanziellen Entscheidungen eine unabhängige Recherche durchzuführen.
Was zeichnet Satelliteninternet als Alternative aus?
Satelliteninternet bietet eine wichtige Alternative für Gebiete, in denen weder Festnetz noch ausreichende Mobilfunkabdeckung verfügbar sind. Die Technologie hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Traditionelle geostationäre Satelliten in etwa 36.000 Kilometern Höhe wurden durch Systeme in niedrigeren Umlaufbahnen ergänzt, die deutlich geringere Latenzzeiten ermöglichen.
Die Installation von Satelliteninternet erfordert freie Sicht zum südlichen Himmel und eine professionelle Ausrichtung der Antenne. Wettereinflüsse können die Verbindungsqualität beeinträchtigen, wobei moderne Systeme zunehmend widerstandsfähiger werden. Die Hardwarekosten liegen typischerweise zwischen 300 und 700 Euro, abhängig vom Anbieter und der verwendeten Technologie. Monatliche Tarife bewegen sich meist zwischen 50 und 150 Euro, je nach Geschwindigkeit und Datenvolumen.
Ein Vorteil von Satelliteninternet ist die nahezu flächendeckende Verfügbarkeit. Nachteile umfassen höhere Latenzzeiten im Vergleich zu terrestrischen Verbindungen, was besonders bei Echtzeitanwendungen wie Online-Gaming oder Videokonferenzen spürbar sein kann. Für normales Surfen, Streaming und E-Mail-Nutzung sind moderne Satellitensysteme jedoch gut geeignet.
Welche Tarifdetails sind bei Satelliteninternet zu beachten?
Bei der Auswahl eines Satelliten-Internet-Tarifs sollten Verbraucher mehrere Aspekte berücksichtigen. Die Downloadgeschwindigkeit variiert je nach Anbieter zwischen 30 und 300 Mbit/s, während Upload-Geschwindigkeiten oft deutlich niedriger ausfallen. Viele Tarife beinhalten ein monatliches Datenvolumen, nach dessen Verbrauch die Geschwindigkeit reduziert wird. Unbegrenzte Tarife sind verfügbar, kosten aber erheblich mehr.
Die Vertragslaufzeiten bei Satelliteninternet sind oft länger als bei mobilen Tarifen, typischerweise 24 Monate. Kündigungsfristen sollten beachtet werden, um automatische Vertragsverlängerungen zu vermeiden. Einige Anbieter bieten Testphasen an, während derer der Vertrag bei Unzufriedenheit gekündigt werden kann. Die Installationskosten können je nach Anbieter in der Hardware enthalten sein oder separat berechnet werden.
Verbraucher sollten auch auf mögliche Fair-Use-Klauseln achten, die bei exzessiver Nutzung Geschwindigkeitsbegrenzungen vorsehen können. Der Kundenservice und technische Support sind wichtige Faktoren, besonders da Satelliteninternet technisch anspruchsvoller ist als andere Lösungen. Bewertungen anderer Nutzer und unabhängige Tests können bei der Entscheidungsfindung hilfreich sein.
Fazit
Internet ohne Festnetz bietet in Deutschland vielfältige Möglichkeiten für unterschiedliche Bedürfnisse und Situationen. LTE und 5G eignen sich besonders für Nutzer in Gebieten mit guter Mobilfunkabdeckung und bieten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Kosten. Satelliteninternet stellt eine zuverlässige Option für abgelegene Standorte dar, wo andere Technologien nicht verfügbar sind. Die Wahl der richtigen Lösung hängt von individuellen Faktoren wie Standort, Nutzungsverhalten, Budget und gewünschter Geschwindigkeit ab. Ein sorgfältiger Vergleich der verfügbaren Tarife und eine realistische Einschätzung der eigenen Anforderungen helfen, die optimale Lösung zu finden.